Warum sollen Patienten mehr für Medikamente bezahlen?

Geschrieben von helvetica-versicherungen am in Uncategorized

Schweizer Patienten sollen 300 Millionen zu viel bezahlen. [1]Dass kommt weil, Leistungserbringer wie Ärzte, Spitäler und Apotheken können Medikamente oft mit Rabatten beziehen – geben diese aber vielfach nicht an die Versicherten weiter.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schreibt dass, die Versicherer und Versicherten haben zwar das Recht, bei den Leistungserbringern die Offenlegung und die Rückerstattung von allfälligen Vergünstigungen zu verlangen.[2]

Die Leistungserbringer bekommen die Medikamente zu einem vergünstigten Preis geliefert, verrechnen den Patienten, beziehungsweise den Krankenkassen, aber den Listenpreis.

Symbolbild hohe Kosten für Medikamente

Manche Spitäler bekommen Medikamente von Pharmafirmen stark vergünstigt oder im Extremfall gar geschenkt, wie Santésuisse bestätigt.

Die Rabatte würden aber nicht direkt den Ärzten zufliessen, sondern – gemäss Vereinbarungen mit den Krankenversicherern – einerseits zum Teil über Ärztenetze den Patienten weitergegeben und andererseits zum Teil für Projekte zur Qualitätssicherung in den Ärztenetzwerken «zugunsten der Patienten investiert».[3] 

«Wenn der ganze Rabatt an die Patienten weitergegeben würde, bestünde für den Leistungserbringer kein Anreiz mehr, sich für Rabatte einzusetzen – und das könnte zu steigenden Preisen führen», sagt Rhyn. Santésuisse und Comparis fordern jedoch eine Änderung des Systems: Eine Hälfte des Rabatts soll an die Patienten weitergegeben werden müssen, die andere Hälfte beim Leistungserbringer bleiben.

Tags:, , , ,

Trackback von deiner Website.

Kommentieren